28.04.2026
Brasilianische Politische Partei Bricht Herausforderung gegen USA Rare Earths US-2,8-Milliarden-Übernahme von Serra Verde an
Brasiliens Rede Sustentabilidade-Partei hat Klage eingereicht, um USA Rare Earths (USAR) Übernahme der Kontrolle über Serra Verde, ein Seltenerdelementabbauunternehmen, zu blockieren und fügt einer strategischen Metallentransaksion im Wert von US 2,8 Milliarden erhebliche politische Unsicherheit hinzu. Die Partei hat eine Klage beim Brasilianischen Bundesverfassungsgericht (STF) eingereicht und die Vereinbarung angefochten, die USAR 100-prozentiges Eigentum an Serra Verde gewähren würde, das Betreiber der Pela Ema Seltenerde-Mine und Verarbeitungsanlage im Bundesstaat Goiás ist.
Laut BNamericas argumentiert Rede Sustentabilidade, dass die Transaktion die Entscheidungskompetenz über Seltenerdeabbau – als strategische Ressource der Brasilianischen Union bezeichnet – tatsächlich auf eine ausländische Einheit überträgt, ohne angemessene staatliche Überprüfung. Die Partei argumentiert, dass Artikel 176 der Brasilianischen Verfassung vorsieht, dass Mineralressourcen der Union gehören und die Ausbeutung im nationalen Interesse durch Genehmigung oder Konzession erfolgen muss und strengere staatliche Kontrolle erfordert.
Durch ihre Klage beantragt Rede Sustentabilidade eine einstweilige Verfügung, die die Brasilianische Union und die Nationale Bergbauverwaltung (ANM) verpflichtet, umfassende Dokumentation, Stellungnahmen und Analysen bezüglich der Transaktion vorzulegen. Die Partei fordert auch detaillierte Bewertungen der Regulierungsbehörde hinsichtlich Aspekte des nationalen Interesses, technologischer Auswirkungen und Implikationen der wirtschaftlichen Souveränität. Darüber hinaus fordert die Partei die Aussetzung von Maßnahmen falls die Rechtfertigung unzureichend ist und verlangt auf der Grundlage der Sache die Anerkennung von Mängeln im gegenwärtigen Regulierungsmodell sowie die Einführung strenger Kontrollmechanismen. Das STF hat keinen spezifischen Termin für die Bewertung des Falls festgelegt.
Rede Sustentabilidade wurde von Brasiliens derzeitiger Umweltministerin Marina Silva gegründet und nimmt an der parlamentarischen Koalition teil, die die Bundesregierung unterstützt. Branchenspezialisten bewerten die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Rückgängigmachung der Vereinbarung als relativ gering, da Serra Verde von den Private-Equity-Fonds Denham Capital und EMG in den USA sowie Vision Blue im Vereinigten Königreich kontrolliert wird.
Die wachsende politische Dimensionierung des Seltenerdesektors deutet jedoch darauf hin, dass künftige Kontrolltransfers Brasilianischer Seltenerdeunternehmen und Projekte auf zunehmend straffere behördliche Beschränkungen stoßen könnten. Marisa Cesar, Vorsitzende des Vorstands der Critical Minerals Association (AMC), kommentierte gegenüber BNamericas, dass Verhandlungen dieser Art Druck auf die Bundesregierung ausüben, was möglicherweise zu interventionistischeren Vorschlägen wie der Gründung von staatseigenen Unternehmen führt – Maßnahmen, die Cesar als kontraproduktiv charakterisiert.
Brasilien verfügt über die weltweit zweitgrößten Reserven an Seltenerdelementen, nur von China übertroffen, was das Land als entscheidende Diversifizierungsquelle für die USA und andere Länder positioniert, die ihre Abhängigkeit von chinesischen Lieferungen verringern möchten. Diese Materialien bleiben wesentlich für Verteidigungs-, Technologie- und Energiesektoranwendungen.
Das Problem ist in Brasiliens politischen Mainstream eingezogen. Präsident Luiz Inácio Lula da Silva hat Brasiliens Interesse bekräftigt, mehrere Partner für Seltenerdenerdprojekte zu gewinnen und dabei die inländische Mineralverarbeitung zur Entwicklung einer lokalen Veredelungskette zu priorisieren. Lulas Ansatz spiegelt auch die Opposition gegen die aggressive internationale Handelspolitik des derzeitigen US-Präsidenten Donald Trump wider, die strategisch vor Brasiliens Oktober-Präsidentschaftswahlen eingesetzt wird, wobei Lula seine Kandidatur angekündigt hat.
Umgekehrt hat sich Senator Flávio Bolsonaro, ein rechtsgerichteter präsidialer Vorkandidat und Sohn des früheren Präsidenten Jair Bolsonaro, gegen Transaktionsbeschränkungen positioniert. Bolsonaro fragte, warum Brasilien Rohstoffe wie Eisenerz nach China exportieren sollte, während es verarbeitete Waren importiert, und plädiert für verarbeitete Produkte mit Wertschöpfung im Inland.
Die Übereinstimmung von Brasiliens bevorstehender Wahlkampagne mit eskalierendem geopolitischem US-China-Wettbewerb hat Brasilianische Seltenerderessourcen in den globalen strategischen Überlegungen an Prominenz gewinnen lassen. Quelle: BNamericas, 28. April 2026.
