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Nachrichten zu Rohstoffen

Aktuelle Nachrichten zu Rohstoffen


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20.07.2026

China hält Exporte schwerer Seltener Erden nach Japan im Juni bei null und verlängert diplomatische Verwerfungen

Chinas Exporte strategisch kritischer Seltener Erden und kontrollierter Mineralien nach Japan blieben im Juni laut am Montag veröffentlichten chinesischen Zolldaten nahe null, womit sich ein anhaltender Rohstoffengpass fortsetzt, der in einem diplomatischen Streit zwischen den beiden Nationen wurzelt.

Offizielle Handelszahlen zeigten, dass China im vergangenen Monat kein Gallium, Dysprosium, Terbium oder Yttrium nach Japan lieferte. Die de-facto-Embargo-Bedingungen halten seit mehreren Monaten an und verstärken die Lieferkettenangst in der japanischen Industrie.

Der Ursprung der Handelsreibungen geht auf November zurück, als Äußerungen der japanischen Premierministerin Sanae Takaichi zu Taiwan einen erheblichen diplomatischen Riss mit Peking auslösten. China führte daraufhin im April 2025 Exportkontrollen für schwere Seltene Erden und Seltenerd-Magnete ein. Peking verschärfte dann im Januar 2026 formell die speziell gegen Japan gerichteten Beschränkungen, bevor im darauffolgenden Monat weitere Kontrollrunden verhängt wurden, die gezielt große japanische Konzerne ins Visier nahmen.

Japan beherbergt den weltweit größten Seltenerd-Magnetsektor außerhalb Chinas, ist jedoch für wichtige Seltenerd-Vorprodukte stark von chinesischen Lieferanten abhängig. Die anhaltenden Beschränkungen haben bei japanischen Unternehmen wachsende Besorgnis ausgelöst, die gewarnt haben, dass der Mangel an kritischen Mineralien beginnt, auf die breitere japanische Wirtschaft auszustrahlen.

Gallium, ein für die Halbleiter- und Magnetherstellung unverzichtbares Metall, verzeichnete im Juni null Exporte nach Japan. Dies geschah, nachdem japanische Abnehmer im Mai durch eine große einmalige Lieferung vorübergehende Entlastung erhalten hatten. Die Rückkehr zur Null-Export-Position unterstreicht die Fragilität jeder zwischenzeitlichen Lockerung.

Yttrium, ein Seltenerd-Element, das zum Schutz von Turbinenschaufeln in Flugzeugtriebwerken und Kraftwerken vor extremer Hitze eingesetzt wird, ist besonders knapp. China exportierte im Juni kein Yttrium nach Japan. Bemerkenswert ist, dass auch die Vereinigten Staaten – ein weiteres wichtiges Ziel für chinesische Yttrium-Exporte vor der Einführung der Kontrollen – laut Reuters zum zweiten Mal in Folge keine Lieferungen erhielten.

Trotz der gezielten Beschränkungen gegenüber Japan blieben Chinas gesamte Seltenerd-Magnet-Exporte im Juni robust. Das Land verschiffte im Laufe des Monats 5.649 Tonnen Magnete, gegenüber 4.730 Tonnen im Mai. Dies deutet darauf hin, dass Peking die Lieferströme selektiv von Japan ablenkt und gleichzeitig starke Handelsbeziehungen mit anderen Partnern aufrechterhält.

Der Vorfall beleuchtet, in welchem Ausmaß China seine dominante Stellung in den Lieferketten kritischer Mineralien als geopolitischen Hebel eingesetzt hat. Laut Reuters wurden Chinas Exportkontrollen für Seltene Erden auch während jüngster Verhandlungen zwischen der chinesischen Führung und US-Präsident Donald Trump angesprochen, was die globale strategische Dimension von Pekings Kontrolle über diese Materialien verdeutlicht.

Quelle: Reuters, Bericht von Solomon Cefai, Redaktion Joe Bavier, 20. Juli 2026.

20.07.2026

LME-Bleibestände steigen um 58 % – Lagerarbitrage dominiert den Markt; Indonesiens Referenzpreis sinkt in der zweiten Julihälfte

Die Bleibestände der London Metal Exchange sind in dieser Woche dramatisch gestiegen: Innerhalb von nur zwei Tagen legten sie um 58 % zu, nachdem 171.175 Tonnen in Lagerhäusern in Singapur eingelagert worden waren. Analysten bezeichnen dies als die bislang jüngste – und größte – Episode der Lagerarbitrage, die den LME-Bleimarkt in den vergangenen Monaten maßgeblich geprägt hat.

Laut einer Kolumne des Reuters-Rohstoffanalysten Andy Home sind die LME-Bleibestände in den vergangenen Monaten auf nahezu 500.000 Tonnen angewachsen, einschließlich großer Mengen in nicht eingelagerten Beständen außerhalb des Warrantsystems. Das Metall, das Händler lange Zeit kaum beachteten, hat sich zum dominierenden metallischen Finanzierungsinstrument entwickelt, wobei praktisch alle Bestände in Singapur konzentriert sind und zwischen Lagerhausbetreibern rotieren, um günstigere Mietkonditionen zu erzielen.

Die zugrunde liegende Handelsmechanik sieht vor, dass ein Händler – Quellen zufolge, die Reuters zitiert, offenbar Trafigura – eine große Metallmenge auf LME-Warrant stellt und mit dem Lagerhausbetreiber vereinbart, künftige Mietgebühren aufzuteilen. Der neue Eigentümer des Warrants storniert diesen in der Regel rasch, um die Mietvereinbarung zu umgehen, und überträgt das Metall an ein konkurrierendes Lagerunternehmen. Diese Strategie der Bestandsrotation war einst ein Markenzeichen des LME-Aluminiummarktes, doch da die Aluminiumbestände einschließlich der Nicht-Warrant-Bestände auf unter 400.000 Tonnen geschrumpft sind, hat sich das Spiel eindeutig auf Blei verlagert.

Ein Teil des Metalls, das in dieser Woche auf Warrant gestellt wurde, kam direkt aus dem Nicht-Warrant-Lager. Die Singapurer Nicht-Warrant-Bestände sanken am Montag um 34.256 Tonnen, als die erste Tranche von 83.225 Tonnen auf Warrant gestellt wurde, wobei noch 142.598 Tonnen potenziell warrantfähiges Metall vor einer zweiten Lieferrunde am Dienstag verblieben.

Der plötzliche Zufluss von Blei in börsenregistrierte Bestände hat die Preisgestaltung merklich beeinflusst. Der LME-Dreimonatspreis für Blei fiel in dieser Woche laut Reuters-Daten auf ein 15-Monats-Tief von 1.840 US-Dollar pro Tonne.

Die eigene Politik der Börse hat zur Entstehung des aktuellen Lagerumfelds beigetragen. Die LME senkte zwischen April 2024 und Dezember 2025 die Notierungsgebühren für kleinere Bleiproduzenten, um die Liquidität in ihrem Bleikontrakt gezielt zu verbessern. Diese Strategie hat offensichtlich Früchte getragen: Eine wachsende Zahl indischer Marken ist mittlerweile für den LME-Lieferstatus zugelassen.

Indische Marken machten Ende Juni 76 % der gesamten eingelagerten LME-Bestände aus. Noch im Januar 2023 befand sich kein indisches Metall im LME-System. Die indischen Exporte von raffiniertem Blei sind seitdem laut Daten des World Bureau of Metal Statistics (WBMS), der Zahlen aus offiziellen Zollquellen erhebt, von 151.000 Tonnen im Jahr 2022 auf 482.000 Tonnen im vergangenen Jahr gestiegen. Die Lieferungen nach Singapur haben seit Anfang 2023 die Marke von 400.000 Tonnen überschritten und erreichten im November 2025 mit 31.000 Tonnen ihren Höchststand, was damals fast der Hälfte aller indischen Exporte von raffiniertem Blei entsprach.

Bis zum vergangenen Jahr waren lediglich drei indische Bleimarken bei der LME registriert: zwei von Hindustan Zinc produzierte und eine des Sekundärproduzenten Jain Resource Recycling. Im Rahmen der LME-Initiative zur Gewinnung kleinerer Sekundärproduzenten wurden im vergangenen Jahr fünf weitere Marken mit einer kombinierten jährlichen Produktionskapazität von 195.000 Tonnen hinzugefügt. Gravita India mit einer jährlichen Produktionskapazität von 48.000 Tonnen ist zur neunten indischen Bleimarke geworden, die den LME-Lieferstatus erhalten hat.

Allerdings haben sich Indiens Handelsmuster im Jahr 2026 erheblich verändert. Die Exporte nach Singapur fielen laut WBMS-Daten im April auf lediglich 1.555 Tonnen, den niedrigsten Monatswert seit einem Jahr. China entwickelte sich in jenem Monat zum wichtigsten Zielmarkt, wobei Lieferungen von 8.685 Tonnen 34 % der gesamten Aprilexporte ausmachten. Die chinesischen Importe von raffiniertem Blei aus Indien schnellten in den ersten fünf Monaten dieses Jahres auf 57.000 Tonnen in die Höhe und hoben die gesamten chinesischen Bleizuflüsse auf 132.000 Tonnen – bereits die höchste Jahreszahl seit 2009, so WBMS. Die Gründe für den plötzlichen Anstieg der chinesischen Nachfrage nach raffiniertem Blei bleiben unklar.

Die Umleitung indischen Metalls in Richtung China statt in die LME-Lagerhäuser in Singapur könnte dem Bleimarkt der Börse eine gewisse Stabilisierung bringen. Ob sich der LME-Bleipreis nachhaltig erholen kann, wird maßgeblich davon abhängen, wie lange China indisches Metall weiterhin aus den Singapurer Lagerkanälen abzieht.

Auf der Seite der indonesischen Referenzpreise hat das indonesische Ministerium für Energie und Bodenschätze (ESDM) unter Minister Bahlil Lahadalia das Dekret Nummer 285.K/MB.01/MEM.B/2026 erlassen, mit dem der Referenz-Metallmineralpreis (HMA) für den zweiten Zeitraum im Juli 2026 festgelegt wird. Der HMA für Blei wurde auf 1.872,13 US-Dollar je Trockentonne (dmt) festgesetzt, gegenüber 1.949,87 US-Dollar je dmt im ersten Julizeitraum 2026 – in Einklang mit der beobachteten Schwäche bei den LME-Dreimonatspreisen für Blei. Im Rahmen des ESDM-Regelwerks, das durch das Dekret Nummer 80.K/MB.01/MEM.B/2025 etabliert wurde, werden sowohl der HBA-Kohle-Benchmark als auch die HMA-Referenzen für Metallminerale zweimal monatlich veröffentlicht, jeweils am 1. und 15. eines jeden Monats.

20.07.2026

LME-Bleivorräte steigen in zwei Tagen um 58 Prozent: Singapurer Lager verzeichnen Rekordaktivität bei Warrantierungen

Die Lagerbestände der London Metal Exchange (LME) für Blei sind in dieser Woche dramatisch angestiegen. Die Vorräte sprangen in nur zwei Tagen um 58 Prozent, nachdem 171.175 Tonnen Metall in Lagerhäusern in Singapur eingewarrantiert wurden. Dieser Vorgang stellt die bislang größte Bewegung in einem Muster konzentrierter Warrantierungsaktivitäten dar, das den Bleimarkt seit mehreren Monaten prägt.

Die Entwicklung ist eine direkte Folge einer LME-Initiative zur Steigerung der Liquidität im Bleikontrakt. Die Börse hatte zwischen April 2024 und Dezember 2025 die Listungsgebühren für kleinere Bleiproduzenten gesenkt, mit dem ausdrücklichen Ziel, die Marktbeteiligung zu erhöhen. Die Ergebnisse dieser Politik sind nun deutlich sichtbar: Die LME-Bleivorräte sind in den letzten Monaten auf nahezu 500.000 Tonnen angewachsen, darunter große Mengen, die außerhalb des Warrant-Systems gelagert werden.

Laut Reuters-Kolumnist Andy Home hängen die zugrundeliegenden Dynamiken dieses Lagerbestandsanstiegs weniger mit den Fundamentaldaten des Bleimarktes zusammen als vielmehr mit Lagerarbitrage. Blei hat sich faktisch zum bevorzugten metallischen Finanzierungsinstrument entwickelt, wobei sich nahezu alle Vorräte in Singapur befinden und zwischen Lagerhäusern rotieren, um günstigere Mietkonditionen zu erzielen. Im Rahmen dieses Modells warrantiert ein Händler große Metallmengen bei der LME und vereinbart mit dem Lagerhausbetreiber, künftige Mietgebühren, die vom späteren Eigentümer des Metalls gezahlt werden, aufzuteilen.

Nach Angaben von Reuters gilt das Handelshaus Trafigura als Hauptakteur hinter der jüngsten Warrantierungsaktivität. Die Beteiligung des Unternehmens hat erhebliche Aufmerksamkeit im Markt erregt, nachdem bereits eine frühere Lieferung von Trafigura seinerzeit als Rekord bezeichnet worden war.

Die Konzentration von Metall in Singapur, kombiniert mit dem Ausmaß und der Geschwindigkeit dieser Lagerbestandsbewegungen, wirft Fragen zur Herkunft des Metalls und zum Potenzial weiterer Zuflüsse auf. Analysten und Marktteilnehmer beobachten die Lage genau, um einzuschätzen, wie viel zusätzliches Angebot sich noch in der Pipeline befinden könnte und welche Auswirkungen anhaltende Lageraufbauten auf die Bleipreise haben könnten.

Der Anstieg der LME-Bestände hat die Bleipreise bereits unter Druck gesetzt und verdeutlicht, dass derzeit Lagerhausdynamiken – und nicht Veränderungen in der physischen Nachfrage aus dem Batteriensektor – den Ton im Markt angeben. Blei bleibt eines der wichtigsten Metalle in der industriellen Batterieherstellung und behält damit seine Relevanz, auch wenn die Aufmerksamkeit im Bereich der Energiespeicherung zunehmend auf lithiumbasierte Technologien gerichtet ist.

Alle Informationen in diesem Artikel stammen aus Reuters, veröffentlicht auf Mining.com am 19. Juli 2026.

20.07.2026

Öl steigt über 90 Dollar pro Barrel, da die US-Iran-Eskalation die Straße von Hormus bedroht

Die Ölpreise stiegen am Montag auf ein Einmonatshoch, da die eskalierende militärische Konfrontation zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran die Befürchtungen einer anhaltenden Störung der globalen Energieversorgung verschärfte und die Rohöl-Benchmarks zum Wochenauftakt deutlich in die Höhe trieb.

Brent-Rohöl, der internationale Referenzwert, wurde bei knapp über 90 Dollar pro Barrel gehandelt, während West Texas Intermediate bei rund 84 Dollar pro Barrel notierte – dem höchsten Stand seit dem 11. Juni, wie Ynetnews berichtet. Beide Benchmarks sind im Laufe der vergangenen Woche stetig gestiegen, da Washington und Teheran ihren militärischen Konflikt verschärften.

Die zentrale Sorge, die die Ölpreisrally antreibt, betrifft die Straße von Hormus, die strategische Wasserstraße, durch die etwa ein Fünftel der weltweiten Öltransporte auf dem Seeweg abgewickelt wird. Jede anhaltende Störung des Verkehrs in der Meerenge hätte erhebliche Folgen für die globalen Energieversorgungsketten und würde die in den aktuellen Rohölpreisen eingepreiste Risikoprämie weiter verstärken.

An den Devisenmärkten eröffnete der Dollar am Montag bei rund 3,03 Schekel, während der Euro bei etwa 3,47 Schekel notiert wurde – Werte, die weitgehend mit den am vorangegangenen Freitag festgestellten Referenzkursen übereinstimmen und auf eine relative Währungsstabilität trotz der geopolitischen Turbulenzen hindeuten.

An der Tel Aviver Börse sollte der wöchentliche Handel um 10 Uhr Ortszeit beginnen. Die Börse hatte donnerstags und freitags zusammengenommen um mehr als 1 Prozent nachgegeben, nachdem die führenden Indizes in einer volatilen Woche zuvor um mehr als 2 Prozent zugelegt hatten – ein Spiegelbild der allgemeinen Marktunsicherheit, die durch den regionalen Konflikt ausgelöst wurde.

Quelle: Ynetnews

20.07.2026

Der Krieg treibt das globale Raffineriesystem an seine Grenzen, während die Kraftstoffvorräte auf Mehrjahrestiefstände fallen

Warnsignale leuchten in der gesamten globalen Ölraffinerieindustrie auf, da die Konflikte im Nahen Osten und in Russland weiterhin durch die Energiemärkte hallen und die Lieferkette für Raffinerieprodukten unter zunehmenden Druck setzen. Dies geht aus einer Reuters-Analyse hervor, die am Montag im Marine News Magazine veröffentlicht wurde.

Obwohl die Benchmark-Rohölpreise von einem Höchststand von 118 Dollar pro Barrel während des Iran-Krieges deutlich gefallen sind und nun bei rund 85 Dollar notieren, warnen Analysten, dass der Rückgang der Rohölpreise eine weit gefährlichere Verschlechterung im nachgelagerten Raffineriesektor verschleiert. Die Lagerbestände an Benzin und Diesel sind auf Mehrjahrestiefstände gefallen, die Raffineriemargen befinden sich auf Rekordhöhen, und der Durchsatz bleibt in wichtigen Produktionsregionen stark eingeschränkt.

Raffinerien in der gesamten Golfregion sind zu direkten Opfern des Konflikts geworden. Wichtige Anlagen in Saudi-Arabien, Bahrain, Kuwait und den Vereinigten Arabischen Emiraten sind Berichten zufolge entweder teilweise oder vollständig außer Betrieb, nachdem die Straße von Hormuz am 28. Februar infolge des Iran-Konflikts gesperrt wurde. China reduzierte seine Raffineriedurchsätze drastisch, um den starken Rückgang der Rohölimporte in diesem Zeitraum auszugleichen, während asiatische Raffinerien insgesamt ihren Betrieb aufgrund von Versorgungsengpässen einschränken mussten.

Auch der russische Raffineriesektor hat durch anhaltende ukrainische Drohnenangriffe erhebliche Schäden erlitten, was zu inländischen Kraftstoffengpässen geführt und Moskau gezwungen hat, die Dieselexporte zu beschränken, um die im Inland in die Höhe schießenden Preise einzudämmen.

Nach Angaben der IEA haben diese kombinierten Störungen der globalen Raffinerieleistung rund 5 Millionen Barrel pro Tag entzogen, wobei der Raffineriedurchsatz im Durchschnitt bei 78 Millionen Barrel pro Tag lag. Eine vorübergehende Entlastung trat ein, als Hormuz nach einem US-amerikanisch-iranischen Waffenstillstand am 17. Juni wieder geöffnet wurde, doch die Flüsse raffinierter Produkte aus der Region blieben schwach. Daten von Kpler zeigen, dass die Golfregion im Juni lediglich 1 Million Barrel pro Tag an Ölprodukten exportierte, was etwa einem Viertel unter dem Vorkriegsniveau entspricht. Erneute Feindseligkeiten haben seitdem erneut den Verkehr durch Hormuz bedroht.

In der ersten Hälfte des Jahres 2026 fungierten die Vereinigten Staaten als Raffinerie der letzten Instanz für die Welt und steigerten ihre Exporte von Rohöl, Benzin, Flugkraftstoff und Diesel, um die Störungen andernorts auszugleichen. Diese Kapazität stößt nun an ihre Grenzen.

Die US-amerikanischen Rohölvorräte, einschließlich der kommerziellen Lagerbestände und der staatlichen strategischen Reserve, sind auf den niedrigsten Stand seit 1984 gefallen. Die Benzinbestände sind auf den niedrigsten saisonalen Stand seit 2012 gesunken, während sich die Dieselvorräte erst kürzlich von ihrem niedrigsten Stand seit mehr als 20 Jahren erholt haben. Die wöchentlichen Rohölexporte fielen auf 10,7 Millionen Barrel pro Tag, den niedrigsten Stand seit März, deutlich unter dem Rekordwert von 14,2 Millionen Barrel pro Tag, der im April erreicht wurde. Da die Inlandsnachfrage ihren saisonalen Sommergipfel erreicht hat, wird die Fähigkeit Washingtons, die Weltmärkte zu versorgen, zunehmend eingeschränkt.

Die Raffinerierentabilität hat sich als sichtbarster Indikator für den systemischen Stress erwiesen. Der US-Benchmark 3-2-1 Crack Spread ist zuletzt auf einen Rekordwert von nahezu 70 Dollar pro Barrel gestiegen. In Nordwesteuropa erreichten die Raffineriemargen saisonale Höchststände von rund 30 Dollar pro Barrel. Besonders angespannt erscheinen die Dieselmärkte, wobei die europäischen Dieselmargen einen neuen Rekord von 65 Dollar pro Barrel erreichten, während sich die US-amerikanischen Benzinmargen Niveaus nähern, die zuletzt während des Energieschocks von 2022 nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine zu verzeichnen waren.

Derart erhöhte Prämien signalisieren einen intensiven Wettbewerb unter den Verbrauchern um begrenzte Kraftstoffvorräte, eine Dynamik, der typischerweise eine Nachfragezerstörung und breitere wirtschaftliche Schäden vorausgehen.

Da die Iran-Krise in ihren fünften Monat eintritt, beobachten Händler zunehmend, ob US-Präsident Donald Trump eingreifen wird, um einen politisch schädlichen Anstieg der inländischen Kraftstoffpreise zu verhindern. Der strukturelle Schaden an der globalen Raffinerieinfrastruktur legt jedoch nahe, dass jede politische Reaktion Schwierigkeiten haben dürfte, die zugrunde liegenden Angebotsengpässe auszugleichen.

Eine rasche Erholung der globalen Raffinerieleistung gilt als unwahrscheinlich. Russische Anlagen könnten Monate oder Jahre benötigen, um sich von weiteren ukrainischen Angriffen zu erholen. Nahöstliche Raffinerien brauchen Monate, um den Betrieb wieder hochzufahren, selbst wenn sich die Hormuz-Flüsse normalisieren. Gleichzeitig befindet sich die Sommernachfrage nach Flugkraftstoff und Straßenkraftstoffen auf ihrem saisonalen Höhepunkt, genau zu dem Zeitpunkt, wenn die Dieselvorräte normalerweise für den Winter aufgebaut werden sollten.

Sollten die Lagerbestände weiter sinken, ohne dass sich die Raffineriekapazitäten erholen, könnte die Nachfragezerstörung der einzig verbleibende Marktanpassungsmechanismus werden, mit potenziell erheblichen Folgen für die globale Wirtschaftstätigkeit.

Die Energiemärkte haben die Störungen der ersten Hälfte des Jahres 2026 absorbiert, doch mit den globalen Kraftstoffreserven auf besorgniserregend niedrigen Niveaus steht die Widerstandsfähigkeit der Weltwirtschaft vor einer wachsenden Bewährungsprobe, so das Fazit von Reuters.

20.07.2026

Metalli con andamento misto a metà seduta: stagno e argento SHFE guidano i rialzi, mentre il carbonato di litio cede oltre l'1%

I metalli di base nei mercati nazionali e internazionali hanno registrato un andamento misto nella sessione di metà giornata del 20 luglio 2026, con il rialzo dei prezzi del petrolio greggio e l'escalation delle tensioni geopolitiche in Medio Oriente a dominare il quadro macroeconomico, secondo la rassegna di metà seduta di Shanghai Metals Market (SMM).

Sulla Shanghai Futures Exchange (SHFE), lo stagno si è distinto come il migliore performer tra i metalli di base, salendo dell'1,65% alla chiusura di metà seduta. Il rame SHFE ha guadagnato lo 0,29%, mentre anche il piombo SHFE ha registrato un marginale progresso. Sul fronte negativo, l'alluminio SHFE ha perso lo 0,32%, lo zinco SHFE è sceso dello 0,63% e il nichel SHFE ha ceduto lo 0,13%.

Tra gli altri materiali industriali scambiati a Shanghai, il contratto più scambiato sull'allumina ha avanzato dell'1,23%, mentre il contratto future sull'alluminio da fonderia più scambiato ha ceduto lo 0,3%. Il contratto più scambiato sul carbonato di litio ha subito il calo più marcato del comparto, scivolando dell'1,69%. Il silicio metallico è sceso dello 0,72% e i future sul polisilicio si sono ritirati dell'1,26%.

I metalli ferrosi si sono generalmente indeboliti. Il minerale di ferro è calato dello 0,33%, mentre il tondo per cemento armato e il coil laminato a caldo (HRC) hanno perso rispettivamente lo 0,45% e lo 0,54%. L'acciaio inossidabile ha ceduto lo 0,27%. Nel segmento della cokefazione, il contratto più scambiato sul carbone da coke ha registrato un modesto guadagno dello 0,2%, mentre il contratto più scambiato sul coke è sceso dello 0,99%.

Sulla London Metal Exchange (LME), alle 11:45 ora locale, i metalli erano per lo più in territorio positivo. Il rame LME è salito dello 0,2%, lo zinco LME e lo stagno LME hanno entrambi avanzato dello 0,31% e il nichel LME ha guadagnato lo 0,21%. L'alluminio LME ha perso lo 0,16% e il piombo LME è sceso dello 0,21%.

I metalli preziosi hanno sovraperformato il comparto più ampio. L'oro COMEX è salito dello 0,2% e l'argento COMEX ha registrato un'impennata dell'1,85%. Sul fronte domestico, l'oro SHFE ha guadagnato lo 0,7%, mentre il contratto sull'argento SHFE più scambiato ha messo a segno il guadagno più consistente tra i metalli preziosi, salendo del 2,47%. I future su platino e palladio hanno tuttavia perso terreno, con il contratto più scambiato sul platino in calo dello 0,33% e il palladio in discesa dello 0,84%.

Nel mercato dei noli, il contratto future sui noli containerizzati più scambiato sulla rotta europea è balzato del 6,4% a 2.809 punti.

Nel mercato fisico del rame, i premi per il catodo di rame n. 1 del Guangdong si sono consolidati. Il rame di alta qualità è stato quotato con un premio di 170 yuan per tonnellata metrica rispetto al contratto del mese front, in aumento di 50 yuan rispetto alla seduta precedente. Il rame di qualità standard è stato quotato con un premio di 80 yuan per tonnellata metrica, in rialzo di 30 yuan, mentre il rame SX-EW è stato quotato con un premio di 20 yuan per tonnellata metrica, anch'esso in aumento di 30 yuan. Il prezzo medio del catodo di rame n. 1 del Guangdong si è attestato a 104.180 yuan per tonnellata metrica, in rialzo di 350 yuan rispetto alla seduta precedente, e il prezzo medio del rame SX-EW era di 104.075 yuan per tonnellata metrica, in aumento di 340 yuan. SMM ha segnalato che le scorte nel Guangdong hanno registrato un calo significativo dopo il fine settimana, principalmente a causa di un forte aumento dei prelievi dai magazzini.

Sul fronte macroeconomico, il Ministero dell'Industria e dell'Informatica cinese (MIIT) ha fornito un aggiornamento complessivo sulla performance industriale nella prima metà del 2026. L'ingegnere capo Wang Weiming ha dichiarato in una conferenza stampa dell'Ufficio Informazioni del Consiglio di Stato che il valore delle consegne all'export del settore delle attrezzature è cresciuto del 18,2% su base annua nel primo semestre del 2026, contribuendo per quasi il 50% alla crescita delle esportazioni industriali. Il MIIT ha inoltre confermato che i nuovi ordini di costruzione navale della Cina hanno rappresentato l'81,2% del totale mondiale da gennaio a maggio, mantenendo il primo posto nella quota di mercato globale.

Il Loan Prime Rate (LPR) cinese di luglio è rimasto invariato per il quattordicesimo mese consecutivo, con il LPR a 1 anno al 3,0% e il LPR a 5 anni e oltre al 3,5%, come annunciato dal National Interbank Funding Center su autorizzazione della People's Bank of China (PBOC). La PBOC ha inoltre condotto operazioni nette di mercato aperto per 174,5 miliardi di yuan nella giornata odierna, iniettando 398,5 miliardi di yuan tramite pronti contro termine inversi a 7 giorni a un tasso operativo invariato dell'1,4%, a fronte di 224 miliardi di yuan in pronti contro termine in scadenza.

I prezzi del petrolio greggio hanno esteso significativamente i guadagni durante la seduta, con il WTI in rialzo del 2,24% e il Brent in salita del 2,41% alle 11:45. Il progresso è stato sostenuto da una ulteriore escalation del conflitto tra Stati Uniti e Iran nel fine settimana. Secondo CCTV News, il Segretario all'Energia americano Wright ha dichiarato il 19 luglio che le operazioni militari contro l'Iran proseguiranno fino a quando il presidente Trump avrà raggiunto i suoi obiettivi militari. Fonti iraniane hanno inoltre riferito che il traffico di navigazione attraverso lo Stretto di Hormuz era sceso a zero, con lo stretto destinato a rimanere chiuso finché le azioni provocatorie americane continueranno. L'impennata dei prezzi del petrolio ha riacceso le preoccupazioni per l'inflazione, con il presidente della Fed Warsh che ha ribadito come il contenimento dell'inflazione rimanga la priorità politica assoluta.

L'indice del dollaro statunitense ha ceduto lo 0,04% a 100,71 alle 11:45. Secondo i dati CME FedWatch citati dall'app Jinshi Data, la probabilità che la Federal Reserve mantenga i tassi invariati a luglio è dell'85,6%, con una probabilità del 14,4% di un rialzo cumulativo di 25 punti base. Per settembre, il mercato attribuisce una probabilità del 53,5% a un rialzo cumulativo di 25 pb, una probabilità del 38,5% di nessuna variazione e una probabilità del 7,9% di un rialzo cumulativo di 50 pb.

Nel mercato energetico europeo, Morgan Stanley ha avvertito di un possibile shock nell'offerta di gasolio, con analisti tra cui Martin Ratz che hanno segnalato in un rapporto del 19 luglio come i margini di raffinazione nella regione abbiano raggiunto massimi storici mentre le scorte continuano a diminuire. Il modello di domanda e offerta della banca proietta che le scorte europee di gasolio scenderanno ai minimi pluriennali entro fine anno, con gli analisti che descrivono l'attuale collo di bottiglia come localizzato nella capacità di raffinazione piuttosto che nella disponibilità di petrolio greggio.

Tutti i dati citati in questo articolo sono forniti da SMM (Shanghai Metals Market) e sono stati elaborati sulla base di informazioni pubblicamente disponibili, comunicazioni di mercato e del modello del database interno di SMM, come indicato dalla fonte dei dati. Sono forniti esclusivamente a titolo di riferimento e non costituiscono raccomandazioni di investimento o di decisione.