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Nachrichten zu Rohstoffen

Aktuelle Nachrichten zu Rohstoffen


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17.07.2026

Erdgas durchbricht erstmals seit fast zwei Monaten den 50-Tage-Gleitenden Durchschnitt – bearishe Aussichten dominieren

Erdgas-Futures haben erstmals seit fast zwei Monaten eine wichtige technische Schwelle unterschritten, was Bedenken hinsichtlich eines weiteren Abwärtsdrucks auf dem Energiemarkt weckt.

Laut einer auf TradingView veröffentlichten Analyse des Analysten TradingShot rutschten die Erdgas-Front-Month-Futures (NG1!) am 17. Juli 2026 unter ihren 50-Tage-Gleitenden Durchschnitt und beendeten damit eine Serie, die seit dem 14. Mai 2026 Bestand hatte. Der Bruch dieses viel beobachteten technischen Indikators wird von Marktteilnehmern als bedeutendes bearishes Signal gewertet.

Der Rückgang folgt auf eine Ablehnung am 200-Tage-Gleitenden Durchschnitt, die am 1. Juni 2026 eingetreten war und ein Muster niedrigerer Hochpunkte in der Kursentwicklung begründete. Diese Abfolge niedrigerer Hochpunkte in Verbindung mit dem Scheitern, Niveaus oberhalb des längerfristigen Gleitenden Durchschnitts zu halten, verstärkt laut der Analyse die bearishe mittelfristige Perspektive für die Rohware.

Aus technischer Sicht identifiziert die Analyse das 0,618-Fibonacci-Retracement-Niveau als die nächste kritische Unterstützungszone. Dieses Niveau hat sich seit Ende Februar 2026 als bedeutsam erwiesen und diente in diesem Zeitraum als Boden für zahlreiche Kursrückkopplungen. Der Analyst setzt ein Abwärtspreisziel von 2,810 für den Kontrakt.

Die Dutch TTF Natural Gas Daily Financial Futures, gehandelt an der ICE ENDEX und in dieser Analyse neben dem breiteren Erdgasmarkt herangezogen, stehen angesichts sich verändernder Angebots- und Nachfragedynamiken auf den globalen Energiemärkten weiterhin unter Druck.

Der Bruch des 50-Tage-Gleitenden Durchschnitts wird von technischen Händlern typischerweise als Bestätigung eines Impulswechsels interpretiert, und das Zusammentreffen dieses Signals mit der vorherigen Ablehnung am 200-Tage-Gleitenden Durchschnitt stärkt die Argumentation für eine anhaltende Schwäche der Erdgaspreise in der nahen Zukunft.

Quelle: TradingView, Analyse von TradingShot (17. Juli 2026).

17.07.2026

U.S. Steel präsentiert 2,5-Milliarden-Dollar-Modernisierungsplan für das Mon Valley, einschließlich neuer Warmbandstraße und Schlackenrecycler

U.S. Steel hat ein Investitionsprogramm im Umfang von 2,5 Milliarden Dollar für seine Mon Valley Works-Anlagen in der Region Pittsburgh vorgestellt. Anlässlich eines Tags der offenen Tür in Braddock wurden am Donnerstag Journalisten und Anwohnern die geplanten Verbesserungen präsentiert. Die Initiative stellt eine der ersten greifbaren Ausprägungen des umfassenderen Investitionsversprechens in Höhe von 11 Milliarden Dollar dar, das der japanische Konzern Nippon Steel im Zuge der Übernahme von U.S. Steel vor rund einem Jahr eingegangen ist.

Das Herzstück des Modernisierungsprogramms ist eine neue, hochmoderne Warmbandstraße, die am Standort Edgar Thomson Works in Braddock, Pennsylvania, entstehen soll. Die neue Anlage soll eine 87 Jahre alte Walzstraße ersetzen, die derzeit im Irvin Plant in West Mifflin in Betrieb ist und stillgelegt werden wird. Laut Matthew DeLibero, Umweltdirektor von U.S. Steel, wird die neue Anlage die Produktionskapazität nahezu verdoppeln und in der Lage sein, ein breiteres Spektrum an Stahlgüten als ihr Vorgänger herzustellen. DeLibero wies zudem darauf hin, dass mit der neuen Anlage im Vergleich zu der veralteten, zu ersetzenden Einrichtung niedrigere Schadstoff- und Emissionswerte erwartet werden.

Im Rahmen desselben Investitionspakets soll in Braddock auch ein neuer Schlackenrecycler errichtet werden. Die Anlage ist darauf ausgelegt, Schlacke – ein Nebenprodukt des Stahlherstellungsprozesses – in Materialien umzuwandeln, die in der Zementproduktion und im Straßenbau Verwendung finden. Scott Buckiso, Executive Vice President von U.S. Steel, erklärte, dass der erste Spatenstich für den Schlackenrecycler für September dieses Jahres geplant sei, während die Stahlproduktion in der neuen Warmbandstraße voraussichtlich 2029 aufgenommen werde. Buckiso merkte an, dass das Unternehmen noch keinen Baubeginn für die Warmbandstraße festgelegt habe, da es sich noch im Prozess der Einholung der erforderlichen Luft- und Wassergenehmigungen befinde.

Nippon Steel hat angekündigt, dass seine milliardenschweren Investitionen in die inländischen Anlagen von U.S. Steel bis Ende 2028 abgeschlossen sein sollen. Die Eigentümerschaft des japanischen Stahlkonzerns scheint den traditionsreichen amerikanischen Produzenten stabilisiert zu haben, der seine gewerkschaftlich organisierten Beschäftigten behalten hat – darunter mehr als 3.000 Mitarbeiter im Raum Pittsburgh, wie Axios berichtet.

U.S. Steel geht davon aus, dass das Investitionsprogramm im Mon Valley einen wirtschaftlichen Effekt von 1,7 Milliarden Dollar für den Bundesstaat Pennsylvania generieren und Steuer- und Kommunaleinnahmen in Höhe von 58 Millionen Dollar erzielen wird. Buckiso erklärte, der Tag der offenen Tür habe dem Ziel gedient, der umliegenden Gemeinschaft gegenüber Transparenz zu zeigen.

Die Investition ist nicht unumstritten. Die lokale Umweltschutzgruppe Breathe Project hat die Modernisierungsmaßnahmen öffentlich kritisiert und argumentiert, sie festigten die Abhängigkeit von kohlebasierter Technologie, anstatt den Übergang zu saubereren Energiequellen voranzutreiben – eine Sorge, die laut The Allegheny Front von anderen Umweltaktivisten in der Region geteilt wird.

Quelle: Axios Pittsburgh, 17. Juli 2026.

17.07.2026

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{
"title": "China beschleunigt staatlich geförderte Infrastruktur zur Wachstumsstützung und umgeht breites Konjunkturprogramm",
"content": "China setzt auf eine beschleunigte Umsetzung bereits im Haushalt vorgesehener nationaler Infrastrukturprojekte, um das Wirtschaftswachstum in diesem Jahr zu stabilisieren. Dies verringert die Wahrscheinlichkeit eines groß angelegten Fiskalstimulus, wie Ökonomen und ein Regierungsberater gegenüber Reuters erklärten.\n\nBeilings Strategie zielt darauf ab, einem breit angelegten Investitionsrückgang entgegenzuwirken, der das Wachstum im ersten Halbjahr 2026 belastet hat, während die strikte Kontrolle der Ausgaben der Lokalregierungen aufrechterhalten wird. Laut am Mittwoch veröffentlichten Daten schrumpften die Anlageinvestitionen im ersten Halbjahr 2026 um 5,7 Prozent im Jahresvergleich. Die Infrastrukturinvestitionen fielen um 2,4 Prozent, das verarbeitende Gewerbe ging um 1,2 Prozent zurück, und der Immobiliensektor – der sich seit 2021 in einem schweren Abschwung befindet – brach um 18 Prozent ein.\n\nLi Daokui, Wirtschaftsprofessor an der Tsinghua University, identifizierte die Lokalregierungen als zentralen Faktor hinter der derzeitigen Konjunkturabschwächung. Auf einem Wirtschaftsforum am Samstag erklärte Li, lokale Beamte stünden nun unter enormem Druck, bestehende Schulden zurückzuzahlen, was zu einem starken Rückgang der Kapitalausgaben geführt habe. Er schätzte, dass die Ausgaben der Lokalregierungen von 41 Prozent des BIP vor einigen Jahren auf 35 Prozent gesunken seien, wobei die Kapitalausgaben schneller zurückgehen als Gehälter oder andere Betriebskosten.\n\nBerechnungen von Reuters zeigen, dass Lokalregierungen im ersten Halbjahr 2026 Sonderanleihen im Wert von 2,07 Billionen Yuan ausgegeben haben, was 47 Prozent der von Peking gewährten Jahreskontingents entspricht, verglichen mit 49 Prozent im gleichen Zeitraum des Jahres 2025.\n\nPeking plant laut Staatsmedien, in diesem Jahr 7 Billionen Yuan – umgerechnet rund 1 Billion Dollar zum aktuellen Wechselkurs – für Modernisierungen und Neubauten auszugeben, die Wassernetze, Logistik, unterirdische Leitungen, Stromnetze, Telekommunikation und Rechenzentren umfassen. Changjiang Securities schätzt, dass sich solche Investitionen über einen Fünfjahreszeitraum auf insgesamt 26,9 Billionen Yuan belaufen könnten.\n\nÖkonomen warnen jedoch, dass dieser Vorstoß eher eine Neukalibrierung des investitionsgetriebenen Wachstumsmodells darstellt, das die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt seit Jahrzehnten angetrieben hat, als die von Chinas Handelspartnern lang ersehnte Verlagerung hin zu einem konsumgetriebenen Wirtschaftsmodell. Ziel sei es, Verschwendung und Überkapazitäten zu reduzieren, nicht die Wirtschaft strukturell neu auszurichten.\n\nDan Wang, China-Direktor bei Eurasia Group, erklärte, Peking lenke nun Ressourcen in die Technologie, um die Produktivität zu steigern. „China setzt jetzt alles auf Technologie, um die Produktivität zu erhöhen", sagte Wang gegenüber Reuters. „Das ist der einzige Ausweg und auch der beste Ausweg."\n\nEin Regierungsberater äußerte verhaltenen Optimismus hinsichtlich Investitionen in Rechenkapazitäten, warnte jedoch davor, dass der Ausbau von Wassernetzen in Gebieten mit demografischem Rückgang das Risiko einer Fehlallokation von Ressourcen berge. Der Berater, der aufgrund der Sensibilität der Angelegenheit anonym bleiben wollte, erklärte, einige politische Berater seien der Meinung, dass Mittel eher Menschen als Anlageinvestitionen zugutekommen sollten. „Offen gesagt halte ich diese Art von Großinvestitionen für wirtschaftlich wenig sinnvoll, und sie wird unweigerlich in einen weiteren Zyklus des Schuldenaufnahme zur Rückzahlung alter Schulden münden", sagte der Berater.\n\nDerselbe Berater deutete an, dass ein Ende-Juli-Treffen des Politbüros – des obersten Entscheidungsgremiums der Kommunistischen Partei – Lokalregierungen anweisen könnte, die Projektdurchführung zu beschleunigen und ihnen zu erlauben, ihr Schuldenquartal für das vierte Quartal moderat in das dritte Quartal vorzuziehen. Dennoch zweifelte er daran, dass Projekte, die keine ausreichenden Einnahmen zur Deckung der Finanzierungskosten erzielen können, eine Genehmigung erhalten würden.\n\nDer Goldman Sachs-Ökonom Lisheng Wang schloss sich dieser gemäßigten Einschätzung an und wies darauf hin, dass das Politbüro zwar seine Rhetorik rund um geldpolitische Lockerungen verstärken könnte, ein „bedeutendes, breit angelegtes Konjunkturprogramm" jedoch weniger wahrscheinlich erscheine. Peking werde voraussichtlich „die verbleibenden Haushaltspuffer rasch nutzen, um Investitionen und Wachstum zu stabilisieren", sagte er.\n\nVor Ort bleibt die Lage gedämpft. Ein Beamter in einer nordwestlichen Provinz berichtete Reuters, dass in der Region in diesem Jahr keine neuen Großprojekte über kleinere Wohnrenovierungen und Wartungsarbeiten an Versorgungseinrichtungen hinaus gestartet worden seien. „Groß angelegte Erschließungs- und Bauprojekte sind praktisch verschwunden", erklärte der Beamte.\n\nNeben der Verschärfung der Haushaltskontrolle hat Peking eine Liste verbotener Praktiken für Kommunalbeamte herausgegeben – darunter Berichten zufolge nicht genehmigte Steuer- und Gebührenrückerstattungen, vergünstigte Grund- und Strompreise sowie unternehmensspezifische Subventionen –, womit ein größerer Teil der Investitionslast auf die Zentralregierung verlagert wird.\n\nLi von der Tsinghua University merkte an, dass die Zentralregierung verhältnismäßig wenig Schulden trägt – weniger als 30 Prozent des BIP – und über ein umfangreiches Portfolio an kommerziellen Vermögenswerten verfügt, das zur Finanzierung nationaler Prioritäten monetarisiert werden könnte.\n\nQuelle: Reuters, 16.–17. Juli 2026.",
"keywords": ["China", "BIP", "Infrastrukturinvestitionen", "Fiskalstimulus", "Lokalregierungsverschuldung", "Anlageinvestitionen", "PBoC", "Politbüro", "Wirtschaftswachstum", "Tsinghua University", "Goldman Sachs", "Eurasia Group"]
}
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17.07.2026

US-Hypothekenzinsen erreichen höchsten Stand seit fast einem Jahr: 30-jährige Festzinshypothek klettert auf 6,55 Prozent

Die Hypothekenzinsen in den Vereinigten Staaten sind in dieser Woche auf den höchsten Stand seit fast einem Jahr gestiegen. Dies geht aus Daten hervor, die Freddie Mac am Donnerstag veröffentlichte, und erhöht den Druck auf potenzielle Hauskäufer, die sich ohnehin in einem schwierigen Umfeld hinsichtlich der Erschwinglichkeit bewegen.

Die Primary Mortgage Market Survey von Freddie Mac zeigt, dass der Durchschnittszinssatz für die 30-jährige Festzinshypothek auf 6,55 Prozent gestiegen ist – der höchste Wert seit August 2025 und ein Anstieg gegenüber 6,49 Prozent in der Vorwoche. Vor einem Jahr lag der Zinssatz für dasselbe Darlehen noch bei durchschnittlich 6,75 Prozent. Auch der Durchschnittszinssatz für die 15-jährige Festzinshypothek legte zu und stieg von 5,82 Prozent in der Vorwoche auf 5,93 Prozent.

Trotz des Zinsanstiegs äußerte sich Sam Khater, Chefvolkswirt bei Freddie Mac, verhalten optimistisch zur Marktlage. "Die Nachfrage nach Kaufanträgen hat sich zuletzt abgeschwächt, aber die Wohnkostenbelastung ist günstiger geworden und das Wohnungsangebot nimmt weiter zu, sodass sich das Umfeld für potenzielle Hauskäufer moderat verbessert", sagte Khater.

Obwohl die Hypothekenzinsen nicht direkt von der Federal Reserve festgelegt werden, orientieren sie sich eng an der Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen, die am Donnerstagnachmittag bei rund 4,57 Prozent notierte. Ein Zusammenspiel makroökonomischer und geopolitischer Faktoren hat die Renditen – und in der Folge auch die Hypothekenzinsen – in den vergangenen Handelssitzungen in die Höhe getrieben.

Hannah Jones, Volkswirtin bei Realtor.com, verwies auf ein gemischtes Bild aus Inflationsdaten und geopolitischen Risiken als wesentliche Treiber. "Die Juni-Daten des Verbraucherpreisindex zeigten, dass die Gesamtinflation auf 3,5 Prozent gesunken ist und die Kerninflation auf 2,6 Prozent nachgegeben hat – beide Werte lagen unter den Erwartungen und sind ein willkommenes Signal für alle, die die Zinsentwicklung verfolgen", sagte Jones. "Allerdings hat der Konflikt im Nahen Osten in dieser Woche erneut an Intensität gewonnen, was die Ölpreise und die Renditen von Staatsanleihen nach oben trieb. Da die Hypothekenzinsen dazu neigen, der 10-jährigen Treasury-Rendite zu folgen, werden sie voraussichtlich nachziehen, solange die Ölmärkte nervös bleiben."

Die aktuellen Zinsdaten fallen in ein Umfeld, in dem der Wohnungsmarkt zaghafte Anzeichen einer Entspannung für Käufer zeigt. Ein knappes Angebot hat lange Zeit die hohen Immobilienpreise gestützt und viele potenzielle Käufer an der Seitenlinie gehalten. Das Angebot scheint sich jedoch allmählich zu verbessern.

In einer Halbjahresaktualisierung seiner Wohnungsmarktprognose für 2026 schätzte Realtor.com, dass das Wachstum der Immobilienpreise im Gesamtjahr auf 1,2 Prozent zurückgehen wird – ein Tempo unterhalb der ursprünglichen Prognose und unterhalb der aktuellen Inflationsrate. In realen, inflationsbereinigten Begriffen würde dies einen effektiven Rückgang der Immobilienpreise bedeuten und könnte Käufern eine gewisse Entlastung verschaffen, auch wenn die Kreditkosten erhöht bleiben.

17.07.2026

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"title": "EZB dürfte Zinsen am 23. Juli bei 2,25% belassen, während der Irankrieg die Energiemärkte in Atem hält",
"content": "Die Europäische Zentralbank wird bei ihrer Sitzung am 23. Juli voraussichtlich ihren Leitzins unverändert bei 2,25% belassen, auch wenn eine erneute Eskalation im Irankrieg die Öl- und Erdgaspreise in die Höhe getrieben hat und die Währungshüter im Kampf gegen die Inflation wieder auf Anfang zurückwirft.\n\nLaut den Reuters-Korrespondenten Yoruk Bahceli und Stefano Rebaudo hat die Zinserhöhung der EZB im Juni – womit sie als erste der weltweit größten Zentralbanken die Kreditkosten als Reaktion auf den Konflikt anhob – den unmittelbaren Handlungsdruck genommen. Die Erleichterung erwies sich jedoch als kurzlebig, da die Energiepreise wieder angezogen haben.\n\nÖl wird derzeit bei rund 85 Dollar pro Barrel gehandelt, ein Niveau, das weit unter den im März und April dieses Jahres verzeichneten Höchstständen liegt. Diese relative Mäßigung bei den Energiepreisen hält die Öl-Terminkurve zwischen dem Basisszenario und den milderen Szenarien, die die EZB-Entscheidungsträger im Juni skizziert hatten, und stärkt damit die Argumente für eine Pause im Juli. Dennoch preisen die Märkte weiterhin eine geringe Wahrscheinlichkeit einer Maßnahme bei der bevorstehenden Sitzung ein, was die allgemeine Unsicherheit widerspiegelt.\n\nJens Eisenschmidt, Chefvolkswirt für Europa bei Morgan Stanley, stellte fest, dass auf der Sitzung wahrscheinlich die Frage aufkommen wird, ob eine Zinserhöhung im Juli unter den Entscheidungsträgern diskutiert wurde. „Ich bin ziemlich sicher, dass einige das ansprechen werden", sagte er und fügte hinzu, dass eine solche Diskussion als Signal für die aktuelle Denkweise der EZB im Hinblick auf September dienen könnte.\n\nDie Inflation in der Eurozone ist im Juni zudem stärker als erwartet gesunken, und der Rückgang war nicht allein auf niedrigere Energiepreise zurückzuführen. Auch die Kerninflation, die die Energiekosten ausschließt, fiel stärker als von Analysten erwartet. „Die Entscheidungsträger können wahrscheinlich bis September abwarten, um mehr Klarheit darüber zu gewinnen, wie sich die Entwicklungen im Nahen Osten auf die Inflation und die Inflationsaussichten auswirken", sagte Bas van Gaffen, leitender Makrostratege bei Rabobank.\n\nMit Blick auf die weitere Zukunft erwarten Händler und von Reuters befragte Ökonomen weitgehend eine Zinserhöhung im September, wenn die EZB neue Wirtschaftsprojektionen vorlegen wird. Selbst als die Ölpreise fielen, teilten Quellen Reuters mit, dass die Argumente für eine spätere Erhöhung weiterhin stichhaltig blieben. Da die Preise erneut gestiegen sind, haben Händler auch ihre Wetten erhöht, dass vor Jahresende ein weiterer Schritt über September hinaus folgen könnte – obwohl nur drei von 74 von Reuters befragten Ökonomen diese Einschätzung teilen.\n\nRoss Hutchison, Leiter der Euroraum-Marktstrategie bei Zurich Insurance Group, hob die vorherrschende Sorge hervor, die das EZB-Denken antreibt: „Es ist glasklar, wenn wir der großen Mehrheit der EZB-Sprecher zuhören: Sie machen sich schlicht mehr Sorgen darüber, die Inflation erneut nach oben zu verfehlen, als über das Risiko einer Wirtschaftsaussicht, die sie nach wie vor als schwach, aber widerstandsfähig betrachten."\n\nZusätzliche Inflationsrisiken könnten aus einem Mangel an Düngemitteln aus dem Nahen Osten entstehen, verschärft durch eine europäische Hitzewelle, die die Lebensmittelpreise in die Höhe treiben könnte, selbst wenn die Energiekosten erneut nachgeben. Angesichts kaum vorhandener Zweitrundeneffekte oder sich beschleunigender Lohndynamik bleiben jedoch einige Analysten skeptisch, ob eine weitere Straffung in diesem Stadium gerechtfertigt ist.\n\nZur Frage der Mindestreservepflicht der EZB berichtete Reuters, dass die Zentralbank erwägt, den Anteil der Barmittel zu verdoppeln, den Kreditinstitute auf einem unverzinsten Konto halten müssen. Analysten zufolge würde dies die Liquidität etwas schneller abschöpfen und den Zeitpunkt vorziehen, zu dem die Geldmärkte empfindlicher auf Liquiditätsbedingungen reagieren. Laut Societe Generale würde die Maßnahme die überschüssige Liquidität im System um rund 160 bis 170 Milliarden Euro reduzieren, verglichen mit den rund 500 Milliarden Euro pro Jahr, die das quantitative Tightening bereits abzieht. Die Bank erwartet, dass die Auswirkungen auf die kurzfristigen Refinanzierungsmärkte gering bleiben werden.\n\nUnterdessen gewinnt das Digitaler-Euro-Projekt der EZB an Fahrt. Die Zentralbank sicherte sich im Juni nach dreijährigen Auseinandersetzungen mit Banken, die Einlagenabflüsse und Umsatzeinbußen befürchten, eine wichtige parlamentarische Unterstützung für die Initiative. Die Dringlichkeit des Projekts ist gestiegen, seit die Zölle von Präsident Donald Trump Befürchtungen geweckt haben, die Vereinigten Staaten könnten eines Tages ihre Dominanz über US-Zahlungsnetzwerke als Waffe einsetzen. Die Verhandlungen zielen darauf ab, bis Jahresende ein endgültiges Gesetz zu verabschieden, wobei ein Pilotprogramm im kommenden Jahr beginnen und eine vollständige Markteinführung für 2029 angestrebt wird. Eisenschmidt von Morgan Stanley warnte jedoch, dass der derzeitige Fokus des digitalen Euro auf Privatnutzer dessen Wirksamkeit bei der Verringerung der Abhängigkeit von ausländischen Zahlungsnetzwerken begrenzen wird.",
"keywords": ["EZB", "Europäische Zentralbank", "Zinsen", "Irankrieg", "Ölpreise", "Inflation", "Geldpolitik", "Digitaler Euro", "Mindestreservepflicht", "Zinserhöhung September"]
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17.07.2026

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"title": "Onyx Gold: Bohrergebnisse erweitern Mineralisierung im Argus-System und deuten auf größere Goldlagerstätte bei Munro-Croesus hin",
"content": "Onyx Gold Corp. (TSXV: ONYX; US-OTC: ONXGF) hat neue Bohrergebnisse aus seinem Munro-Croesus-Projekt im Norden Ontarios veröffentlicht, die die Goldmineralisierung bei den Zielen Argus North und Main ausweiten und gleichzeitig eine neue potenziell goldhaltige Zone identifizieren. Dies geht aus einer Unternehmensmitteilung vom 16. Juli 2026 hervor.\n\nDas herausragende Bohrloch MC26-274A vom Ziel Argus North durchteufte 28,1 Meter mit einem Goldgehalt von 3,5 Gramm pro Tonne ab einer Tiefe von 380 Metern, darunter ein höhergradiges Intervall von 17,8 Metern mit 5,3 Gramm Gold pro Tonne. Am Ziel Argus Main lieferte Bohrloch MC26-324 einen breiteren Abschnitt von 93 Metern mit 1 Gramm Gold pro Tonne ab 316 Metern Tiefe, einschließlich 20 Metern mit 2 Gramm Gold und 6 Metern mit 3 Gramm Gold pro Tonne. Weitere Highlights aus Argus North umfassen 19 Meter mit 3,5 Gramm Gold ab 409 Metern Tiefe in Bohrloch MC26-271, mit einem internen hochgradigen Intervall von 6,6 Metern mit 8,3 Gramm Gold pro Tonne.\n\nDas Munro-Croesus-Projekt liegt 75 Kilometer östlich von Timmins und rund 540 Kilometer nördlich von Toronto, im ertragreichen Abitibi-Goldgürtel Ontarios.\n\nCEO Brock Colterjohn bezeichnete die Ergebnisse als Hinweis auf ein System, das sich noch in einem frühen Definitionsstadium befindet. „Die heutigen Ergebnisse zeigen, dass sowohl Argus North als auch Argus Main mit zunehmender Tiefe weiter wachsen und dabei den breiten, kontinuierlichen Mineralisierungsstil beibehalten, der für das System charakteristisch geworden ist", sagte Colterjohn. „Wir glauben, dass wir uns noch in den frühen Stadien der Definition des vollständigen Ausmaßes des Argus-Goldsystems befinden."\n\nDie Liegenschaft hat einen bedeutenden historischen Hintergrund. Die Croesus-Mine, ein ehemals produzierender Betrieb auf dem Gelände, erzielte während ihrer Betriebsjahre zwischen 1908 und 1936 einen Durchschnitt von 93,5 Gramm Gold pro Tonne – ein Maßstab, der das hochgradige Erbe der Region unterstreicht.\n\nOnyx Gold hat auf dem Munro-Croesus-Projekt mittlerweile 75.000 Meter in 188 Bohrlöchern abgeteuft, als Teil dessen, was das Unternehmen als eines der größten vollständig finanzierten Goldexplorationsprogramme in der Abitibi-Region bezeichnet. Das Unternehmen plant in diesem Jahr zusätzliche 35.000 Meter Bohrungen im Rahmen eines 110.000-Meter-Programms zur Erweiterung des Argus-Goldsystems. Das System ist durch steil einfallende, hochgradige Goldzonen sowie disseminierte Ziele mit niedrig- bis mittelgradigen Goldzonen gekennzeichnet.\n\nDas Ziel Argus North wurde inzwischen in Tiefen von mehr als 700 Metern vertikal angeschnitten und bleibt offen, was auf weiteres Potenzial für die Ressourcenerweiterung hindeutet. Die Bohrungen treffen weiterhin auf denselben breiten Stil veränderter und mineralisierter Vulkangesteine, wie er in den flacheren Bereichen des Ziels vorkommt.\n\nTrotz zwei Jahren kontinuierlicher Bohraktivitäten hat Onyx noch keine erste Mineralressourcenschätzung veröffentlicht – ein Meilenstein, den das Unternehmen noch zu definieren arbeitet.\n\nDie Aktien von Onyx Gold fielen am Donnerstagvormittag an der Toronto Stock Exchange um knapp 1 Prozent auf 1,50 C$, womit die Marktkapitalisierung des Unternehmens bei rund 129,8 Millionen C$ liegt, was etwa 93 Millionen US-Dollar entspricht. Die Aktie hat sich innerhalb einer 12-Monats-Spanne von 1,01 C$ bis 2,60 C$ bewegt.\n\nQuelle: Mining.com, 16. Juli 2026.",
"keywords": ["Onyx Gold", "Munro-Croesus", "Argus-System", "Goldexploration", "Ontario", "Abitibi", "Bohrergebnisse", "Goldmineralisierung", "TSXV", "ONYX", "Goldbergbau", "Kanada"]
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